Museumsgeschichte

Das Kelnhof-Museum

Zentrales Thema im einstigen Reichenauer Kelnhof ist die Kulturgeschichte der Stadt Bräunlingen in all ihren Facetten:

Archäologie, Geschichte, Kunst, Kirchengeschichte, Volkskunde, Handwerk und Landwirtschaft werden hier auf 4.500 Kubikmeter umbautem Raum und einer Ausstellungsfläche von mehr als 840 Quadratmetern präsentiert.

Der „Kelnhof“

Der mächtige „Kelnhof“ war einst der Sitz des Verwalters der Besitzungen des Klosters Reichenau, des Cellarius, Kellers oder Kellners.

An das Gebäude angebaut war das Ober- oder Waldtor, das bereits um die Mitte des 19. Jahrhunderts abgerissen worden ist. Oberhalb des Kelnhofs lag die Ortsburg, in der die Zähringer Ministerialen residierten.

Das prächtige Wirtshausschild zeugt von der Vergangenheit des Gebäudes als „Gasthof zum Rössle (um 1830 – 1914).

Das Bauwerk ist ein typisches Baaremer Bauernhaus, das traufseitig zur Straße steht, bei dem Wohnteil und Ökonomie sich unter einem Dach befinden und die Wohnräume, mit Rücksicht auf den hier überall hohen Grundwasserspiegel in den Obergeschossen sind.

Diese Hausform bezeichnet man als „gestelztes Quereinhaus“.

Die eindrucksvollen und für die Baar so charakteristischen Zinnengiebel hatten zwischen zwei aneinander gebauten Häusern die Funktion des  Brandschutzes; bei einem alleinstehenden Haus wie dem Kelnhof hatten sie dagegen repräsentativen Charakter.